Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?
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Das Wichtigste kurz erklärt
- Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur im Kindergarten, in der Schule und auf dem dazugehörigen Weg. Eine private Unfallversicherung ist daher sinnvoll, denn sie schützt Ihr Kind weltweit und rund um die Uhr.
- Die private Kinderunfallversicherung bietet zudem umfangreiche Leistungen wie Invaliditätszahlungen, Unfall-Rente, Bergungskosten und kosmetische Operationen, die durch die gesetzliche nicht abgedeckt werden.
- Sinnvoll ist eine Unfallversicherung bereits ab dem ersten Lebensjahr, da das Unfallrisiko mit zunehmender Bewegungsfreiheit und Aktivität stark steigt.
- Achten Sie bei der Wahl der Kinderunfallversicherung auf eine hohe Progression, eine großzügige Gliedertaxe und eine ausreichend hohe Versicherungssumme, um optimalen Schutz zu gewährleisten.
In diesem Ratgeber
Ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?
Häufige Unfallursachen bei Kindern
Private Unfallversicherung und gesetzliche Unfallversicherung für Kinder
Leistungen der privaten Unfallversicherung für Kinder
Was kostet eine Unfallversicherung für Kinder?
Worauf sollte man bei einer Unfallversicherung für Kinder achten?
Ab wann ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?
Die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema „Ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?“
Ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?
Eine private Unfallversicherung für Kinder ist sinnvoll, da die gesetzliche Unfallversicherung nur in bestimmten Situationen greift. Sie schützt ausschließlich bei Unfällen in der Schule, im Kindergarten oder auf dem direkten Hin- und Rückweg.
Allerdings ereignen sich über 90 Prozent aller Kinderunfälle laut Statistik im häuslichen Umfeld oder in der Freizeit. Solche Unfälle sind nicht durch die gesetzliche Versicherung abgedeckt. Eine private Unfallversicherung hingegen bietet umfassenden Schutz – unabhängig davon, wo und wann der Unfall passiert.
Zusätzlich deckt die private Kinderunfallversicherung Leistungen wie Invaliditätsentschädigungen, Bergungskosten oder kosmetische Operationen ab, die durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht übernommen werden. Im Falle eines schweren Unfalls kann der finanzielle Schutz die Lebensqualität des Kindes nachhaltig sichern. Die Beiträge sind zudem moderat, bieten aber dennoch einen weitreichenden Schutz.
Häufige Unfallursachen bei Kindern
Die häufigsten Unfallursachen bei Kindern in Deutschland sind die folgenden.
- Stürze: Stürze sind die allerhäufigste Unfallursache bei Kindern.
- Verkehrsunfälle: Dazu zählen Unfälle als Fußgänger, Radfahrer oder Mitfahrer in Fahrzeugen.
- Verbrennungen und Verbrühungen: Kontakt mit heißen Flüssigkeiten oder Gegenständen führt häufig zu Verletzungen.
- Vergiftungen: Dies sind Folgen durch Einnahme von Medikamenten, Haushaltsreinigern oder giftigen Pflanzen.
- Ertrinken: Besonders bei Kleinkindern besteht in der Nähe von Gewässern ein erhöhtes Risiko.
- Ersticken: Verschlucken von kleinen Gegenständen oder Lebensmittelstücken kann zu Atemwegsverlegungen führen.
- Stromunfälle: Kontakte mit elektrischen Geräten oder Steckdosen ohne ausreichenden Schutz sind gefährlich.
Private Unfallversicherung und gesetzliche Unfallversicherung für Kinder
Kriterium | private Unfallversicherung | gesetzliche Unfallversicherung |
---|---|---|
Geltungsbereich | weltweit, rund um die Uhr | nur in Schule, Kindergarten und auf direkten Hin- und Rückwegen |
versicherte Unfälle | alle Unfälle unabhängig vom Ort | Unfälle in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Wegeunfälle |
Invaliditätsleistung | je nach Vertrag: Kapitalzahlung oder Unfall-Rente | keine direkte Invaliditätsleistung, nur Übernahme der Heilbehandlungs-/Rehakosten anstelle der Krankenversicherung, Rentenleistung ab 20% MdE |
Leistungen bei Freizeitunfällen | umfassend abgesichert | nicht abgesichert |
Bergungskosten | je nach Tarif, z. B. bis zu 75.000 EUR im Top-Tarif von Zurich | keine Übernahme |
kosmetische Operationen | je nach Tarif, z. B. bis 75.000 EUR im Top-Tarif von Zurich | keine Übernahme |
Todesfallleistung | Kapitalzahlung im Todesfall (je nach Vertrag) | keine Leistung |
Progression | Überproportionale Erhöhung der Leistung bei hoher Invalidität | nicht anwendbar |
Schutzzeitraum | 24/7, unabhängig von Schule oder Beruf | nur während schulischer oder beruflicher Aktivitäten |
Beitragskosten | abhängig von Versicherungssumme und Tarif, z. B. ab 3 EUR pro Monat | keine Beiträge, automatisch durch die Schule oder Kindergarten versichert |
Fazit:
Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Kinder zwar kostenlos, aber nur in einem sehr begrenzten Rahmen. Sie bietet nur unzureichend finanzielle Unterstützung bei schweren Folgen wie Invalidität und keinen Versicherungsschutz für Zusatzleistungen wie z. B. kosmetische Operationen. Eine private Unfallversicherung schließt nicht nur diese Lücken, sondern sie bietet umfassenden Schutz, insbesondere bei Freizeitunfällen, die den Großteil der Kinderunfälle ausmachen. Eltern sollten daher eine private Unfallversicherung als Ergänzung zur gesetzlichen Absicherung in Betracht ziehen.
Leistungen der privaten Unfallversicherung für Kinder
Die private Unfallversicherung der Zurich bietet umfassenden Schutz bei einem Kinderunfall, der zu dauerhaften körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen führt. Der Versicherungsschutz gilt weltweit und rund um die Uhr, unabhängig davon, ob der Unfall zu Hause, beim Sport oder im Urlaub passiert.
Folgende Leistungen können individuell vereinbart werden:
- Invaliditätsleistung: Bei dauerhafter Beeinträchtigung infolge eines Unfalls wird eine einmalige Kapitalzahlung entsprechend dem Grad der Invalidität ausgezahlt.
- Unfall-Rente: Bei entsprechender Vereinbarung wird ab einem dauerhaften Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent eine lebenslange monatliche Rente ausbezahlt, um finanzielle Einbußen auszugleichen.
- Krankenhaustage- und Genesungsgeld: Finanzielle Unterstützung für die Dauer des Krankenhausaufenthalts sowie für die gleiche Anzahl an Tagen für die anschließende Genesungszeit.
- Übergangsleistung: Finanzielle Unterstützung nach einem schweren Unfall, bis die genaue Versicherungsleistung bestimmt werden kann.
Folgende Leistungen sind immer versichert, variieren aber je nach gewähltem Tarif in der Höhe:
- Bergungskosten: Aufwendungen für Such-, Rettungs- und Bergungsmaßnahmen werden erstattet, im Top-Tarif bis zu 75.000 EUR.
- Kosmetische Operationen: Kosten für notwendige kosmetische Eingriffe nach einem Unfall werden übernommen, im Top-Tarif bis zu 75.000 EUR.
Zusätzlich sind in der Zurich Kinderunfallversicherung folgende Leistungen enthalten:
- Zahnspangen: Die Reparatur oder Erneuerung der Zahnspange wird bis zu einem Betrag von 1.500 EUR übernommen.
- Schulausfallgeld: je unfallbedingtem Fehltag an der Schule werden 25 EUR erstattet.
- Rooming-in: Die Kosten für die Unterbringung eines Elternteils im Krankenhaus während des stationären Aufenthalts des Kindes werden in Höhe des vereinbarten Krankenhaustagegelds übernommen.
- Tragen eines Schutzhelmes: Die Grundversicherungssumme erhöht sich bei einem entsprechenden Unfall um 25%.
Was kostet eine Unfallversicherung für Kinder?
Zurich bietet für Kinder zwei Haupttarife in der Unfallversicherung an: den Basis-Tarif und den Top-Tarif.
Der Basis-Tarif deckt grundlegende Unfallrisiken ab und bietet weniger Wahlleistungen als der Top-Tarif. Individuell vereinbart werden kann die Höhe der Invaliditätsleistung, sowie zum Beispiel der Einschluss und die Höhe einer Todesfallleistung und ein individuelles Krankenhaustagegeld inkl. Genesungsgeld.
Zusätzlich kann die Unfall-Assistance eingeschlossen werden und als Geheimtipp die Leistung „Wiederkehrende Zahlung“.
Die Wiederkehrende Zahlung bietet bei schweren Unfällen, nach denen einen dauerhafter Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent festgestellt wird, die Auszahlung der vereinbarten Invaliditätsgrundsumme alle 10 Jahre – ein Leben lang.
Bergungskosten und kosmetische Operationen sind im Basis-Tarif immer versichert, allerdings bis maximal 20.000 EUR.
Der Top-Tarif bietet über den Basis-Tarif hinaus zusätzliche und erweiterte Leistungen. Zum Beispiel Unfälle durch Eigenbewegung sowie höhere Kostengrenzen bei kosmetischen Operationen und Bergungskosten bis 75.000 EUR.
Darüber hinaus können weitere Wahlleistungen vereinbart werden. Dazu zählen die verbesserte Übergangsleistung, die Sofortleistung bei Knochenbruch, sowie eine Progression von bis zu 1.000 Prozent.
Der Premium-Baustein steht ebenfalls nur im Top-Tarif zur Wahl: Hier sind weitere verbesserte Leistungen enthalten, wie zum Beispiel der Verzicht auf die Anrechnung einer Mitwirkung von Krankheiten oder Gebrechen, bis auf wenige Ausnahmen, bei denen die Anrechnung ab 50 Prozent Mitwirkung bei bestimmten Erkrankungen erfolgt. Die Kosten für diese Tarife variieren je nach gewählter Versicherungssumme, Progression und zusätzlichen Leistungen.
Beispiel: Zurich bietet eine Unfallversicherung für ein 1-jähriges Kind im Basis-Tarif mit einer Invaliditätsgrundsumme von 100.000 EUR und einer Progression von 350 Prozent für einen monatlichen Beitrag ab 2,98 EUR an.
Den genauen Beitrag für Ihre individuelle Kinderunfallversicherung ermitteln Sie hier.
Worauf sollte man bei einer Unfallversicherung für Kinder achten?
Eine Unfallversicherung für Kinder sollte umfassenden Schutz bieten, um im Ernstfall finanzielle Sicherheit zu gewährleisten. Dabei gibt es mehrere wichtige Punkte, die Sie bei der Auswahl beachten sollten.
- Versicherungssumme
Die Versicherungssumme gibt an, wie viel Geld im Invaliditätsfall maximal ausgezahlt wird. Diese sollte hoch genug sein, um langfristige Kosten wie Pflege, Hilfsmittel oder Wohnungsumbauten abzudecken. Experten empfehlen eine Grundsumme von mindestens 100.000 EUR, bzw. mindestens das Dreifache des Bruttojahreseinkommens zur Absicherung bei einer Vollinvalidität.
Zurich ermöglicht flexible Anpassungen der Versicherungssumme an die individuellen Bedürfnisse. Eine zu niedrige Summe könnte im Ernstfall zu finanziellen Engpässen führen, während eine ausreichende Summe die Existenz sichern kann. Achten Sie daher auf eine Kombination aus hoher Grundsumme und Progression, um im Fall des Falles optimalen finanziellen Schutz zu erhalten. - Progresssion
Progression bedeutet, dass die Invaliditätsleistung bei hohen Beeinträchtigungsgraden überproportional steigt. Bei Zurich liegt die Progression im Top-Tarif bei bis zu 1.000 Prozent. Das bedeutet, dass bei schwerer Invalidität ein Vielfaches der Grundversicherungssumme ausgezahlt wird.
Eine hohe Progression ist sinnvoll, weil die finanziellen Belastungen bei schwerwiegenden Unfällen stark ansteigen können. Dazu zählen beispielsweise Kosten für barrierefreie Umbauten oder intensive Pflege. Um das hohe finanzielle Risiko abzudecken, sollte die Progression daher mindestens 350 Prozent betragen. - Gliedertaxe
Die Gliedertaxe bestimmt, wie viel Prozent der Versicherungssumme für den Verlust oder die Funktionsunfähigkeit eines bestimmten Körperteils oder Sinnesorgans gezahlt werden. So wird der Verlust eines Beins oft mit 70 Prozent und der eines Auges mit 50 Prozent bewertet. Unterschiede in den Gliedertaxen haben großen Einfluss auf die Höhe der Auszahlung.
Eine gute Gliedertaxe ist wichtig, da sie die finanzielle Absicherung im Falle eines Verlustes oder einer eingeschränkten Funktion bestimmt. Prüfen Sie daher, wie großzügig wichtige Körperteile wie Hände, Beine oder Augen in Ihrer gewählten Unfallversicherung bewertet werden.
Bei Zurich unterscheidet sich die Gliedertaxe mit dem vereinbarten Tarif: Im Top-Tarif erhalten Sie eine verbesserte Gliedertaxe, die höhere Werte je Körperteil zugrunde legt.
Ab wann ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?
Eine Unfallversicherung für Kinder ist ab dem ersten Lebensjahr sinnvoll, da ab diesem Alter das Unfallrisiko deutlich ansteigt. Jetzt beginnt die Zeit, in der Kinder sich nicht nur selbstständig fortbewegen, sondern auch viel herumtollen. Laut Studien passieren 43,8 Prozent der Unfälle im häuslichen Umfeld, besonders bei Kleinkindern unter drei Jahren. Ab dem Kindergartenalter nehmen Stürze und Spielplatzunfälle zu, was den Bedarf an zusätzlichem Schutz erhöht. Mit zunehmendem Alter verlagern sich die Unfallrisiken in Schule, Sport und Freizeit. Daher sollte der Abschluss möglichst früh erfolgen, um das steigende Unfallrisiko je nach Entwicklungsstufe abzudecken.
Die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema „Ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?“
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Ist mein Kind automatisch unfallversichert?Ja, Kinder sind über die gesetzliche Unfallversicherung automatisch abgesichert, solange sie Schule, Kindergarten oder andere Bildungseinrichtungen besuchen. Dieser Schutz gilt jedoch nur während des Aufenthalts dort und auf dem direkten Hin- oder Rückweg.
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Sind Kinder in der privaten Unfallversicherung mitversichert?Kinder sind in den meisten Unfallversicherungen ab der Geburt für einen begrenzten Zeitraum über den Vertrag der Eltern mitversichert. Dies gilt jedoch nicht überall und nur mit begrenztem Versicherungsschutz. Sie benötigen für eine gute Absicherung daher entweder eine eigene Police oder müssen explizit in eine Familienunfallversicherung aufgenommen werden.
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Was ist eine Familienunfallversicherung?Eine Familienunfallversicherung sichert alle Familienmitglieder in einer einzigen Police ab. Sie bietet flexiblen Schutz für Eltern und Kinder, unabhängig von Ort und Zeit des Unfalls.
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Ist eine Unfallversicherung für ein Kind notwendig?Ja, eine Unfallversicherung für Kinder ist sinnvoll, da die gesetzliche Unfallversicherung nur Unfälle in Schule, Kindergarten und auf direkten Wegen dorthin absichert. Freizeit- und Haushaltsunfälle, die etwa 90 Prozent der Kinderunfälle ausmachen, sind nicht gedeckt. Eine private Unfallversicherung ist daher notwendig, um umfassenden Schutz und finanzielle Unterstützung bei Invalidität, kosmetischen Operationen oder Bergungskosten zu erhalten.